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Die Übertragung durch Blutprodukte kann in Deutschland heutzutage nahezu ausgeschlossen werden, da gespendetes Blut generell auf HI-Viren getestet wird. Blutbestandteile, z B. für Bluterkranke, werden vor der Herausgabe bearbeitet, wobei die Viren nicht überleben können. Ein geringes Restrisiko besteht nur, wenn bei einem nicht absehbaren hohen Blutverlust (Unfall) auf Blutprodukte zurückgegriffen werden muss. Dieses sehr geringe Restrisiko bleibt bestehen, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich Blutspender zum Zeitpunkt der Spende möglicherweise im diagnostischen Fenster (siehe HIV-Antikörpertest) befinden. Bei absehbaren Risiko-Operationen wird deshalb immer öfter Eigenblut verwendet, um die Gefahr einer Ansteckung ganz auszuschließen. Auch die Übertragung durch offene Wunden ist nicht mit so großem Risiko behaftet, wie vielerorts angenommen. Damit es bei einem Kontakt mit offenen Wunden zur Ansteckung mit HIV kommen kann, muss das Blut einer infizierten Person aktiv in eine offene Wunde gedrückt und gerieben werden. Mikroskopisch kleine Verletzungen oder verheilte Wunden reichen nicht aus. Es wäre demnach ein „bewusstes“ Handeln (Reibung der Wunden aneinander) erforderlich. Diese theoretische Situation ist in der Praxis auszuschließen. Wir empfehlen jedoch in diesem Zusammenhang, im Zweifelsfall auf das Ritual der Blutsbrüderschaft zu verzichten.
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